Forschungs- und Entwicklungsprojekt: 

Berufliche Schulen und Schulträger – Partner im digitalen Wandel? 

Was ist TOGET DiBS

TOGET DiBS ist ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Universität Osnabrück, das sich mit der digitalen Transformation an beruflichen Schulen befasst. Im Zentrum steht die Frage, wie Schulträger und Berufsschulen erfolgreich zusammenarbeiten, um digitale Schulentwicklungsprozesse nachhaltig zu gestalten.

Ziele und Hintergründe

Das Projekt TOGET DiBS entstand aus dem Anliegen, die digitale Transformation an beruflichen Schulen durch eine koordinierte Zusammenarbeit von Schulträgern und Schulen nachhaltig zu gestalten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Schulentwicklungsprozesse effektiv gesteuert, organisatorisch begleitet und gemeinschaftlich umgesetzt werden können. Ziel ist es, die Rolle der Schulträger bei der Schulentwicklung im bundesweiten Kontext systematisch zu analysieren, daraus praxisnahe Erkenntnisse abzuleiten und konkrete Handlungsperspektiven zu entwickeln. Das Projekt stärkt die Kooperation im Bildungssystem, indem es aufzeigt, was erfolgreiche Partnerschaften zwischen Schulträgern und beruflichen Schulen auszeichnet und wie diese gezielt gefördert werden können.

Zentrale Projektziele

Einblick in die Trägerlandschaft gewinnen

Wir erfassen, wie Schulträger beruflicher Schulen in Deutschland organisiert sind, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten und welche Digitalisierungsstrategien bereits bestehen.

Bedarfe und Herausforderungen erkennen

Wir schauen genau hin, wo Schulträger beim Aufbau digitaler Infrastruktur und bei der Umsetzung von offenen Bildungsangeboten (OER) Unterstützung brauchen.

Lösungsansätze gemeinsam entwickeln
In Zusammenarbeit mit ausgewählten Schulträgern
erarbeiten wir praxistaugliche Lösungsansätze.
Wissen für die Praxis aufbereiten
Aus unseren Erkenntnissen leiten wir konkrete Gestaltungsprinzipien und Handlungsempfehlungen ab; z.B. für digitale und OER-förderliche Infrastrukturen.
Verbreitung der Ergebnisse

Damit die Erkenntnisse aus dem Projekt möglichst viele erreichen, bereiten wir sie in verständlichen Materialien und Qualifizierungsangeboten auf und bringen sie im Rahmen einer bundesweiten Roadshow zu den Schulträgern.

Warum ist das Projekt notwendig?

Technologischer Fortschritt, sich verändernde Anforderungen der Arbeitswelt und Fachkräftemangel setzen den Berufsbildungssektor unter großen Veränderungsdruck. Schulträger spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie sind nicht nur für Ausstattung und Infrastruktur verantwortlich, sondern gestalten maßgeblich die Rahmenbedingungen für modernes Lernen. Genau hier setzt TOGET DIBS an: Das Projekt rückt die bislang wenig erforschte Zusammenarbeit zwischen Schulträgern und Schulen in den Fokus.

Forschungsansatz

TOGET DiBS folgt einem erweiterten Governance-Verständnis, das Steuerung als kooperativen, netzwerkbasierten Prozess zwischen verschiedenen Bildungspartnern versteht. Schulträger nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Ihre Handlungsspielräume werden maßgeblich durch föderale Strukturen und lokale Bedingungen bestimmt. Sie gestalten nicht nur die digitale Infrastruktur, sondern wirken auch aktiv an pädagogischen Entwicklungen mit.

Die digitale Transformation wird nicht als rein technische Modernisierung verstanden, sondern als umfassender institutioneller Prozess, der Schulentwicklung, Steuerung und Qualifizierung gleichermaßen erfordert. Das Projekt orientiert sich an einer praxisnahen und transferorientierten Forschungslogik, die darauf abzielt, wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar für die Gestaltung bildungspolitischer und administrativer Prozesse nutzbar zu machen, um Schulträger gezielt bei der nachhaltigen Einführung von OER zu unterstützen
Methodik (Sekundärdatenanalyse, Befragungen, Fallstudien)

Zum Einsatz kommt ein Mixed-Method-Ansatz, der qualitative Experteninterviews mit Vertreter:innen von Schulträgern sowie schulischen Leitungspersonen in verschiedenen Projektphasen vorsieht. Ziel ist es, Einblicke in die Zusammenarbeit zwischen Schulträgern und beruflichen Schulen zu gewinnen und Herausforderungen, Erfahrungen sowie Gelingensbedingungen direkt aus der Praxis heraus zu erfassen. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine bundesweite quantitative Befragung. Ergänzend erfolgen Sekundärdatenanalysen einschlägiger Studien, Strategiepapiere sowie vertiefende Fallstudien zur Kontextualisierung struktureller und institutioneller Bedingungen. Langfristig werden aus den Forschungsergebnissen gemeinsam mit interessierten Schulträgern praxisnahe Tools und Unterstützungsangebote entwickelt. Im Zentrum stehen dabei der Austausch auf Augenhöhe und die Verbreitung von Best-Practice-Beispielen.

Die bislang gewonnenen Erkenntnisse werden kontinuierlich auf der Projekt-Homepage veröffentlicht. Erste Ergebnisse wurden in Fachkreisen präsentiert und fließen laufend in die Entwicklung der Beratungs- und Qualifizierungsangebote ein.

Ziel des Projekts ist nicht nur die Analyse bestehender Strukturen, sondern die kooperative Entwicklung praxisnaher Lösungsstrategien im Sinne einer gestaltungsorientierten Forschung.
Auf Grundlage der empirischen Erkenntnisse werden bedarfsgerechte Beratungsformate für Schulträger entwickelt und implementiert. Dazu zählen u. a. Beratungen, Regionalkonferenzen und Qualifizierungsangebote für zentrale Akteur:innen, um die strategische Implementierung von OER nachhaltig zu unterstützen. Erfolgreiche Praxisbeispiele werden im Sinne von Leuchtturmprojekten sichtbar gemacht und dienen als Impulse für andere Schulträger sowie zur Weiterentwicklung der eigenen Steuerungspraxis.

Partner und Förderung

Das Projekt TOGET DiBS wird im Rahmen der Förderlinie OE-Struktur durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. Grundlage bildet die im Juli 2022 veröffentlichte OER-Strategie des BMBFSFJ, mit der der Aufbau eines nachhaltigen Ökosystems für Open Educational Resources in Deutschland angestrebt wird. Träger des Projekts ist das DLR, das im Auftrag des BMBFSFJ die Projektträgerschaft übernimmt.

TOGET DiBS wird in der Projektlaufzeit vom 01.10.2024 bis zum 30.09.2028 von einem interdisziplinären Projektteam der Universität Osnabrück durchgeführt und leistet in diesem Kontext einen zentralen Beitrag zur strategischen Umsetzung der OER-Strategie im Feld der beruflichen Bildung.

Projektteam

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Silke Lange

Stellvertretende Projektleitung: Prof. Dr. Dietmar Frommberger

Mitarbeiter*innen: Robin Meister, Laura Noemi Schön, Kira Barlag

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Silke Lange

Stellvertretende Projektleitung: Prof. Dr. Dietmar Frommberger

Mitarbeiter*innen: Robin Meister, Laura Noemi Schön, Kira Barlag

TOGETDiBS steht für:

Träger im Fokus Organisationaler Entwicklung – GEstaltungsorientierte Forschung und Transfer zur DIgitalisierung in Beruflichen Schulen

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